Ein Ausflug ins mittelalterliche Wien

Am 26. April begab sich die 4.a auf eine Reise ins mittelalterliche Wien. Wir erkundeten alte Handwerkergassen in der Innenstadt, wo sogar noch ein altes Bader-Haus erhalten ist. Danach besuchten wir den Stephansdom, erklommen die 343 Stufen seines Südturms, um oben den Ausblick über unsere Heimatstadt zu genießen, untersuchten den Miniatur-Steffl zu Boden und genossen die Stille im Inneren des sakralen Baus.

Im Anschluss daran startete unsere eigentliche Mittelalterführung mit der Besichtigung der Virgilkapelle und der Neidhart-Fresken. Unsere Tourleiterin führte uns zuerst zwölf Meter tief unter den Stephansplatz - ja, so tief liegt die Virgilkapelle! Sie erklärte uns, dass über dieser Kirche im Mittelalter noch zwei weitere gebaut waren und der gesamte Platz, auf dem heute der Dom als Wahrzeichen Wiens steht, früher ein Friedhof war. Sehr interessant zu erfahren war, dass die Pflasterung am Stephansplatz heute noch daran erinnert: Beim genauen Hinschauen, erkennt man Kreuze, die durch dunkle Pflastersteine geformt werden. 

Den krönenden Abschluss unserer Tour bildete die Besichtigung der Neidhart Fresken. Hierbei handelt es sich um Wandmalereien, die einst den privaten Tanzsaal eines reichen Tuchhändlers schmückten. Die dargestellten Szenen basieren auf Liedern des Minnesängers Neidhart von Reuenthal. Durch das Studium der Bilder konnten wir uns gut in das Alltagsleben der Bauern und Adeligen im Mittelalter versetzen.